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Geschichte der kommunistischen und Arbeiter:innenbewegung in Deutschland - Band 1 (1800 - 1956)

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Geschichte der kommunistischen und Arbeiter:innenbewegung in Deutschland – Band 1 (1800 – 1956)

Herausgeber: Roter Stern Verlag, September 2025
Autor:innen: Autor:innenkollektiv von ‘Klassenbildung

Material: Gebundenes Hardcover mit Lesebändchen
Seiten: 456
Format: DIN A5
ISBN: 978-3-912501-04-9


„Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen“. Mit diesem berühmten Satz beginnen Karl Marx und Friedrich Engels 1848 das erste Kapitel des Kommunistischen Manifests. Entsprechend diesem materialistischen Geschichtsverständnis soll in diesem Buch nicht einfach die Geschichte anhand von historischen Abläufen dargestellt werden, sondern anhand der Klassenkämpfe und Entwicklungen der Kommunistischen und Arbeiter:innenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts. In diesen Klassenkämpfen entwickelte sich nicht nur die Weltanschauung des Proletariats, der Marxismus-Leninismus, sondern auch die Kampf- und Organisationsformen der Arbeiter:innenklasse. Diese verschiedenen Entwicklungen sollen in diesem Buch in ihrer Wechselwirkung dargestellt, analysiert und eingeordnet werden. Das Buch ist dabei nicht in erster Linie dafür geschrieben, die widerspruchsvolle Geschichte der Kämpfe der deutschen Arbeiter:innenklasse und der Kommunist:innen in Deutschland nachzuzeichnen, sondern insbesondere aus den Problemen, Fehlern und Erfolgen für die Klassenkämpfe heute zu lernen.

Inhaltsverzeichnis:

  • Entstehung der kommunistischen Bewegung und Entwicklung einer Arbeiter in Deutschland (1800 bis 1890)
  • Imperialismus, Arbeiteraristokratie und der Sieg des Opportunismus in der Sozialdemokratie (1890 bis 1914)
  • Vom Burgfrieden bis zur Oktoberrevolution (1914 bis 1917)
  • Die Novemberrevolution – der erste Ansturm des deutschen Proletariats (1917 bis 1919)
  • Einheitsfront oder bewaffneter Aufstand der Avantgarde – der zweite und dritte Ansturm des Proletariats (1920 bis 1923)
  • Relative Stabilisierung des Kapitalismus und Kampf um die revolutionäre Linie der KPD (1923 bis 1928)
  • Die kommunistische Offensive, ihr Scheitern und der Aufstieg des Faschismus (1928 bis 1933)
  • Der antifaschistische Kampf der KPD während des Hitlerfaschismus (1933 bis 1945)
  • Der Zweite Weltkrieg und die Strategie der kommunistischen Bewegung (1939 bis 1953)
  • Die Entstehung der DDR und der Sieg des Revisionismus (1945 bis 1956)
  • Die Arbeit der KPD in Westdeutschland (1945 bis 1956)
  • Lehren aus der Geschichte der kommunistischen und Arbeiter in Deutschland von 1800 bis 1956

Vorwort:

„Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen“. Mit diesem berühmten Satz beginnen Karl Marx und Friedrich Engels 1848 das erste Kapitel des Kommunistischen Manifests. Entsprechend diesem materialistischen Geschichtsverständnis soll in diesem Buch nicht einfach die Geschichte anhand von historischen Abläufen dargestellt werden, sondern anhand der Klassenkämpfe und Entwicklungen der Kommunistischen und Arbeiter:innenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts.

In diesen Klassenkämpfen entwickelte sich nicht nur die Weltanschauung des Proletariats, der Marxismus-Leninismus, sondern auch die Kampf- und Organisationsformen der Arbeiter:innenklasse. Diese verschiedenen Entwicklungen sollen in diesem Buch in ihrer Wechselwirkung dargestellt, analysiert und eingeordnet werden.

Das Buch ist dabei nicht in erster Linie dafür geschrieben, die widerspruchsvolle Geschichte der Kämpfe der deutschen Arbeiter:innenklasse und der Kommunist:innen in Deutschland nachzuzeichnen, sondern insbesondere aus den Problemen, Fehlern und Erfolgen für die Klassenkämpfe heute zu lernen. Dabei ist klar, dass dieses Buch in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit hat, sondern viel mehr einen ausgesuchten Überblick der geschichtlichen Entwicklung anhand von ideologischen, politischen und organisatorischen Meilensteinen gibt. Zur vertieften Analyse einzelner historischer Ereignisse ist jeweils ein tieferes Studium mit weiteren Quellen notwendig.

Mit den Ausführungen in unserem Buch wollen wir gleichzeitig aufzeigen, dass auch die Geschichte der Kommunistischen und Arbeiter:innenbewegung eben keine so geradlinige Entwicklung gemacht hat, wie dies in der revisionistischen Geschichtsschreibung meist erzählt wurde. Gleichzeitig ist diese Geschichte eben auch keine des Scheiterns, wie es uns die bürgerliche Geschichtsschreibung oft weismachen will.

Um die richtigen Lehren aus der eigenen Geschichte ziehen zu können, müssen wir uns der Notwendigkeit der Zerstörung von vorherrschenden Mythen und geschönten Erzählungen bewusst machen und dürfen gleichzeitig nicht darein verfallen, die Entwicklung historischer Ereignisse getrennt von ihrem damaligen Stand zu beurteilen.

Im Bewusstsein vieler Kommunist:innen und Revolutionär:innen herrscht heute eine Art Geschichtsfetischismus vor, der sich in der Romantisierung der vergangenen Jahrhunderte und insbesondere der Kämpfe der KPD, der russischen Bolschewiki und der Kommunistischen Internationale ausdrückt. Die offizielle Geschichtsschreibung der DDR, welche die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung an vielen Stellen von zahlreichen Widersprüchen befreit darstellt und gerade in den späteren Jahren revisionistisch umdeutete und die antikommunistischen Angriffe, welche versuchen alle Erfolge der Kommunist:innen zu verneinen und anzugreifen, verwischen zusätzlich eine klare Sicht auf die zentralen Entwicklungen der Geschichte. Wir hoffen, mit diesem Buch einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dem entgegenzuwirken.

Autor:innenkollektiv von Klassenbildung


Erste Abbildung nicht originalgetreu

Bildrechte Umschlag
Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R34844 / Fotograf/in: o. Ang., Eigene Montage.
Berlin, Pariser Platz.- Demonstration von Arbeitern und Soldaten am 08.12.1918, im Hintergrund Brandenburger Tor

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